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Wo für Tiere Fallen lauern
Fallen Gartenarbeiten wie Rasenmähen, Heckenschneiden, Fräsen oder Sägen an, sollten Hund und Katze im Haus bleiben. Heimtiere lieben es, im Grünen herumzutollen, doch Gartenbesitzer sollten immer auch die Gefahren für ihre Vierbeiner im Blick haben. „Mit ein paar kleinen Tricks können Sie Ihren Garten zur sicheren Zone für Tiere machen“, sagt Thomas Schröder, Geschäftsführer des Deutschen Tierschutzbundes.
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Gerade verborgene Fallen im Garten können Tieren zum Verhängnis werden: spitze Gegenstände, offene Behälter, tiefe Schächte und Brunnen. „Grundsätzlich sollten Regentonnen immer mit einem festsitzenden Deckel abgedeckt sein, damit Katzen nicht darin ertrinken“, sagt auch Martina Schnell von der Stiftung für Tierschutz „Vier Pfoten“.
Hundebesitzern empfiehlt sie, ein großes Grundstück durch Mauern oder Zäune in einen Hundegarten sowie einen Nutz- und Ziergarten zu teilen. Der Hundegarten sollte in der Nähe der Menschen sein und ermöglichen, dass das Tier darin herumtollen, Löcher buddeln und Knochen verstecken kann. Ist kein Platz für einen extra Hundebereich, kann man das Tier dazu erziehen, nicht an die Beete zu gehen. Schnell betont: „Auf jeden Fall brauchen Hunde aber eine Stelle, wo sie graben dürfen, sowie einen geschützten Platz im Sommer. Kein noch so großer Garten ersetzt jedoch gemeinsame Spaziergänge, Ausflüge und Entdeckungsreisen.“
Damit Blumen- und Gemüsebeete nicht zum Katzenklo werden, rät Martina Schnell, die Erde mit trockenem Rindenmulch oder gehäckselten Zweigen zu versetzen. „Wenn das Tier im Garten eine kleine Sandfläche zur Verfügung hat, wird es seine Geschäfte auch nicht grundsätzlich beim Nachbarn erledigen“, so Schnell. Empfindliche Bäume lassen sich mit Kratzmatten vor scharfen Krallen schützen. Vogel-Nistkästen sollten immer mit einer Drahtschlinge frei schwebend am Ast befestigt werden. Sobald die Jungvögel ihre ersten Flugversuche starten, gehört die Katze nicht in den Garten.
Der Deutsche Tierschutzbund appelliert daran, auch Wildtiere im Garten nicht zu vergessen. Oft gibt es zum Beispiel zwischen Kellerfenstern und der Gitterabdeckung Zwischenräume, die besonders für Igel, aber auch für andere Kleinsäuger wie Mäuse sowie für junge Katzen gefährlich sein können. „Die Tiere fallen hinein, bleiben stecken und verenden meist unter großen Schmerzen. Ein möglichst feinmaschiges Lochblech, das mit Kabelbinder, Schnur oder Ähnlichem befestigt ist, kann helfen, böse Überraschungen zu vermeiden“, sagt Thomas Schröder.
Auch Gartenhäuschen oder Schuppen sind im Idealfall entweder immer offen oder immer geschlossen. So vermeiden Gartenbesitzer, dass Tiere, die dort eine Zuflucht suchen, eingesperrt werden. Drahtzäune sollten nach Angaben des Naturschutzverbandes „Pro Igel“ nicht bis auf den Boden reichen, damit sich Igel darin nicht verfangen, wenn sie von Grundstück zu Grundstück wandern. Der Gartenteich ist für Tiere ein gern gesehener Wasserspender. Damit die kleine Oase nicht zur Ertrinkungsfalle wird, sollten Teiche mit einem flachen Ufer angelegt werden. Das verhindert, dass Tiere beim Trinken hineinrutschen. Schröder rät: „Indem Sie zusätzlich eine Rampe anbringen, schützen Sie Haustiere und andere Kleintiere wie Igel.“ Als Rampe eignet sich ein mit Querleisten versehenes Holzbrett, das die Rutschgefahr verringert und Tieren mehr Sicherheit bietet.
Große Glasfassaden und Fenster werden Vögeln immer wieder zum Verhängnis. Um Unfälle zu vermeiden, müssen sie flächendeckend mit einem Muster versehen werden. „Die allseits bekannten schwarzen Vogel-Silhouetten helfen in vielen Fällen nicht. Eine wirkungsvolle Markierung sollte aus kontrastierenden, mindestens zwei Zentimeter breiten Streifen bestehen, die senkrecht angeordnet aufgemalt, aufgeklebt oder eingefräst werden können“, sagt Thomas Schröder. Der Abstand zwischen den Streifen sollte zehn Zentimeter nicht überschreiten. Wem das zu aufwendig oder blickdicht ist, kann die Scheiben von innen mit Jalousien, Gardinen oder Rollos so abhängen, dass die Vögel sie wahrnehmen können.
Auch Düngemittel bergen Gefahren für Tiere. Martina Schnell empfiehlt Hobbygärtnern, sorgfältig die Warnhinweise auf der Verpackung zu lesen. „Was für Menschen gefährlich ist, schadet auch den Tieren. Am besten sind daher Naturdünger wie Pferdemist oder die weniger geruchsintensive Jauche aus Schachtelhalm“, sagt die Expertin. Sie rät Heimtierbesitzern generell, auf den Einsatz von Gift gegen Schädlinge und Pflanzenkrankheiten zu verzichten. Hier gebe es eine große Auswahl an wirkungsvollen natürlichen Alternativen.
Doch auch die Natur selbst kann für Tiere gefährlich sein: Viele der in Gärten beliebten Büsche und Blumen sind giftig, etwa Clematis, Efeu, Rhododendron, Kirschlorbeer, Buchsbaum, Thuja und Frühjahrsblüher wie Krokusse, Narzissen oder Maiglöckchen. Darüber hinaus bergen Dornen eine Verletzungsgefahr, ebenso Pflanzen, die Bienen und andere stechende Insekten anziehen.
Falls einmal etwas passiert sind Sie mit der Tierkrankenkasse vor hohen Behandlungskosten geschützt.
Von Dagmar Thiel
bereitgestellt von tierkrankenkasse.net