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Zecken. Tierärzte raten:
September 11th, 2009Antiparasitenmittel wie Spot-on-Präparate, „medizinische“ Halsbänder oder Impfungen schützen!
Die Österreichische Tierärztekammer führt gemeinsam mit dem Institut für Parasitologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien und mit Unterstützung der Pharmafirmen eine Aufklärungsoffensive zum Schutz vor Zecken- und Stechmückenbefall durch.
Im Frühjahr lauern die Zecken im Gestrüpp, hohen Gras, im Unterholz, aber auch in Parks oder Gärten ihren potentiellen Wirten wie Hund oder Katze auf und übertragen mit ihrem Biss verschiedene Krankheitserreger auf die Haustiere.
Die wichtigsten durch Zecken übertragenen Erkrankungen sind mittlerweile in Österreich die Infektionskrankheiten Braunesiose und Borreliose, die Anaplasmose sowie FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis ist gleich Gehirnhautentzündung).
Bedenklich ist auch, dass einige „exotische“ Erreger bereits in Österreich vorkommen. Es gibt auch hierzulande Parasiten, die durch infizierte Tiere eingeschleppt wurden. In wärmeren Gebieten (Burgenland bis Mittelösterreich) gelten diese bereits als heimisch. Als stark gefährdete Gebiete gelten in Österreich das Burgenland und die Südoststeiermark, das nördliche Oberösterreich, Teile von Niederösterreich und Salzburg. Informationen hat Ihr Tierarzt.
Die Gesundheit von Hund & Katz erhalten und den Menschen schützen kann man vor allem durch Vorbeugung: Greifen Sie zu Antiparasitenmitteln wie Spot-on-Präparaten, „medizinischen“ Halsbändern oder lassen sie Ihr Haustier impfen. Grundsätzlich sollten Antiparasitenmittel so lange angewendet werden, solange die Plagegeister aktiv sind – in vielen Regionen also inzwischen das ganze Jahr.
Tierhalter sollten sich gut überlegen, ob sie ihren Liebling auf Reisen in südliche Länder mitnehmen. Vor Reiseantritt ist eine Beratung durch Ihren Tierarzt über die dort herrschenden „Ansteckungsgefahren“ empfehlenswert, um schützende Vorbeugemaßnahmen zu treffen. Besondere Vorsicht ist auch bei tierischen „Findelkindern“ aus dem Ausland geboten, die unbedingt auf die typischen „Reiseerkrankungen“ untersucht werden sollten. Fragen Sie Ihren Tierarzt!
Dr. Sonja Huber-Wutschitz
2. Vizepräsidentin der Österreichischen Tierärztekammer
Rückfragehinweis:
Österreichische Tierärztekammer
1010 Wien, Biberstraße 22 / 4
Tel.: 01/512 17 66
E-Mail: oe@tieraerztekammer.at
Anpassung der Gebührenordnung für Tierärzte - Informationen für Tierhalter
September 15th, 2008Die Gebühren für tierärztliche Leistungen werden ab dem 8. Juli 2008 durch eine „Änderung der Tierärztegebührenordnung“, einer Verordnung des Bundes, nach neun Jahren erstmals pauschal um 12 Prozent angepasst. Gleichzeitig wird der Abschlag für tierärztliche Leistungen in den „neuen“ Bundesländern (derzeit 10 Prozent) abgeschafft.
§ 4 der GOT schreibt vor, dass eine Unterschreitung der einfachen Gebührensätze grundsätzlich nicht zulässig ist. Unsere Praxis ist daher gehalten, ihre Preise entsprechend anzupassen. Wir bitten um Ihr Verständnis!
Die Anpassung der Gebührensätze war überfällig.
Eine allgemeine Angleichung der Vergütung tierärztlicher Leistungen an die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist seit mittlerweile neun Jahren nicht erfolgt. Das Kosten- und Preisniveau in Ost- und Westdeutschland ist 19 Jahre nach der Wiedervereinigung weitgehend einheitlich, die Praxis- und Personalkosten fallen im Osten seit vielen Jahren im selben Umfang wie im Westen an.
Die Höhe der Anpassung entspricht dabei noch nicht einmal dem Inflationsausgleich, der allein 15 Prozent betragen würde, und ist dementsprechend äußerst maßvoll. Überdies sind die Praxiskosten, die bis zu 75 Prozent des Umsatzes betragen, in weit höherem Maße gestiegen als die Inflationsrate. Das liegt vor allem an gestiegenen Kosten für medizinische Geräte, Personal, Versicherungen, Entsorgung, Energie und Arzneimittel. Auch das Wegegeld ist, vor allem infolge der hohen Treibstoffpreise, in keinster Weise angemessen für die heutzutage durch ein Praxisfahrzeug entstehenden Kosten und die im Straßenverkehr aufgewendete Zeit des Tierarztes.
In den letzten Jahren wurden den praktizierenden Tierärzten darüber hinaus ohne Gegenleistung zahlreiche zusätzliche Verpflichtungen im Rahmen der Qualitätssicherung auferlegt. Dazu gehören zusätzliche Fortbildungsverpflichtungen und Dokumentationspflichten, welche erhebliche Investitionen in die Computertechnik/Software und einen hohen Schreibaufwand verursachen.
Wozu gibt es überhaupt eine Gebührenordnung?
Die gesetzliche Gebührenordnung sorgt für Transparenz und schützt den Tierhalter vor Übervorteilung. Ein Wettbewerb zwischen den Tierärzten soll vorwiegend über die Leistung und weniger über den Preis stattfinden. Eine angemessene gesetzliche Vergütung stellt sicher, dass Tierärzte dem Qualitätsanspruch der Tierhalter z. B. durch Fortbildung und Investitionen nachkommen können und sichert die wirtschaftliche Grundlage für den ordnungsgemäßen Betrieb einer tierärztlichen Praxis und für tierärztliche Leistungen in der erforderlichen Sorgfalt. Ein hohes Qualitätsniveau der tierärztlichen Leistung dient dem Tierschutz.
In landwirtschaftlichen Betrieben dient es außerdem dem Verbraucherschutz durch gesunde und rückstandsfreie Tiere.
Gebührenordnung - Merkblatt für Tierhalter
Die Bundestierärztekammer möchte Sie mit diesem Merkblatt darüber informieren, wie Tierärzte ihre Leistungen berechnen, nämlich nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT), einer bundeseinheitlichen Rechtsverordnung.
Für Sie ist die GOT vielleicht wie ein "Buch mit sieben Siegeln".
Leider müssen in ihr aber – wegen der Genauigkeit – einige Fachbegriffe verwendet werden. Außerdem kann sie keine pauschalen Preise angeben, sondern nur die Gebühr für die einzelnen Behandlungsschritte.
Allgemeine Bestimmungen
• Die einzelne Leistung kann mit dem Ein- bis Dreifachen des jeweiligen Gebührensatzes berechnet
werden.
Welchen Satz der Tierarzt wählt, hängt vor allem von den Umständen des Falles ab, insbesondere der Schwierigkeit, dem Zeitaufwand, dem Wert des Tieres und den örtlichen Verhältnissen.
• Die Unterschreitung des Einfachsatzes ist grundsätzlich unzulässig.
• Ausnahme: Im begründeten Einzelfall können der Einfachsatz unter- bzw. der Dreifachsatz
überschritten werden. Liegt ein solcher Grund vor, muss vor der Behandlung eine schriftliche
Vereinbarung zwischen Tierarzt und Patientenbesitzer getroffen werden.
• Zusätzlich zu den Leistungen werden ggf. angewandte oder abgegebene Arzneimittel oder
Materialien sowie Barauslagen für Laborleistungen berechnet. Zum Gesamtbetrag kommt die
Mehrwertsteuer hinzu.
• Die GOT fordert nicht, dass der Tierarzt eine Rechnung schreiben muss.
Tut er es, dann sollte sie zumindest enthalten:
Datum, Tierart, Diagnose, berechnete Leistung, Rechnungsbetrag, Umsatzsteuer und die oben genannten Vergütungen. Sie können eine weiter aufgliederte Rechnung verlangen.
Gebührenverzeichnis
Das Gebührenverzeichnis enthält im Teil A Grundleistungen, z. B. "Beratung", "Allgemeine Untersuchung mit Beratung", im Teil B Besondere Leistungen, z. B. "Injektion", "Kastration", "Verband anlegen".
Fast immer besteht eine Behandlung aus mehreren Schritten, also verschiedenen Positionen des Gebührenverzeichnisses.
Die Bundestierärztekammer rät Ihnen: Sprechen Sie mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt!
Lassen Sie sich erklären, welche Untersuchungen nötig sind und wie dann – je nach Diagnose – behandelt wird.
Lassen Sie sich auch die voraussichtlichen Kosten erläutern.
Aber bedenken Sie bitte: Ihr Tier ist ein lebendiges Individuum – ein Kostenvoranschlag wie bei einem Handwerker ist nicht möglich!
Den richtigen Ferien-Aufpasser fürs Haustier finden
August 12th, 2008Bonn (dpa/tmn) Einen Flug nach Thailand oder eine Bahnreise nach Südfrankreich ersparen Urlauber ihrem Haustier besser. Für etliche Halter stellt sich daher die Frage: Wohin mit Hund oder Katze?
Denn nicht jeder hat Freunde oder Nachbarn, die sich um das Tier kümmern. Einen Pflegeplatz finden sie dann etwa bei privaten Tiersittern, in Tierpensionen oder über den örtlichen Tierschutzverein.
Wer etwa seinen Hund in einer Tierpension unterbringen will, macht sich vorab am besten selbst ein Bild davon, rät Steffen Beuys vom Deutschen Tierschutzbund in Bonn. «Dabei kann man einen Eindruck davon bekommen, ob die Pension sauber ist, wie die Hunde gehalten werden und ob es Auslaufmöglichkeiten gibt.»
Darüber hinaus sollten Halter sich laut Beuys versichern, dass nur geimpfte Tiere aufgenommen werden. Auch beim Tierarzt könnten Halter sich über den Anbieter informieren. Schließlich landeten dort oft die Beschwerden, wenn es Probleme gibt. Die Kosten pro Tag sollten zehn Euro für einen kleinen Hund und zwölf Euro für ein größeres Tier nicht überschreiten.
«Während der Schulferien ist die Nachfrage immer am größten», sagt Ursula Ivert, die in Schneverdingen-Insel in der Lüneburger Heide eine Tierpension betreibt. «Da sind wir dann schon vier bis sechs Wochen vorher ausgebucht.» Bevor ein Hund das Feriendomizil beziehen kann, wird er während einiger Probetage darauf vorbereitet. Bei Katzen ist das nicht nötig. Kater sollten allerdings kastriert sein.
Treten die Vierbeiner dort erstmals ihren Urlaub an, werden Katzen in einer Gruppe und Hunde allein oder zu zweit in einem Raum mit Ausgang nach draußen untergebracht. «Da können sie sich dann in den Ausläufen oder auf der Tobewiese mit den anderen Vierbeinern frei bewegen», sagt Ivert.
Eine Alternative sind Haushüter, mit denen Halter die Sorge um das Tier und auch die Angst vor Einbrüchen während der Reise aus der Welt schaffen können. Es empfiehlt sich ein Vortreffen, bei dem sich Hüter, Kunde und Tier kennenlernen und feststellen können, erklärt Wilhelm Wolf vom Verband Deutscher Haushüter-Agenturen in Münster.
Der Verband vermittelt Rentner, die bei den Verreisten einziehen. Sie füttern die Tiere, gehen mit ihnen aus und spielen mit ihnen. Besondere Qualifikationen als Tierpfleger haben die Pensionäre aber nicht - obwohl laut Wolf viele Hüter lange selber Haustiere hatten.
«Wer einen Haushüter engagieren möchte, sollte sich rechtzeitig melden, wenn möglich um die vier Wochen vor der Reise», sagt Wolf. Der Rundumservice ist teurer als ein Tierhotel oder ein -sitter. Er kostet täglich 42 Euro plus drei Euro je Hund und ein bis anderthalb Euro für das Betreuen einer Katze.
Kostenlos ist die Aktion «Nimmst du mein Tier, nehm ich dein Tier» des Tierschutzbundes. «Dabei vermitteln wir ehrenamtliche Tiersitter vor Ort, die gegenseitig ihre Tiere betreuen», erklärt Beuys. «Man kann aber auch teilnehmen, wenn man keinen Tausch organisieren will, sondern nur eine Betreuung anbieten möchte oder sucht.»
Impferfolg: Deutschland ist erstmals tollwutfrei
August 12th, 2008Hamburg (dpa) In Deutschland ist seit mehr als zwei Jahren nach einem Bericht des «Spiegel» kein Tollwutfall mehr diagnostiziert worden. Dies sei ein Erfolg der seit einem Vierteljahrhundert laufenden Massenimpfung von Füchsen.
«Im Mai wurden zum letzten Mal Impfköder ausgelegt, um die Virusinfektion zu bekämpfen», sagte Tierarzt Conrad Freuling vom Friedrich-Loeffler-Institut dem Nachrichtenmagazin. Deutschland erfüllt damit erstmals die internationalen Kriterien der «Weltorganisation für Tiergesundheit» für die Tollwutfreiheit, wie auch schon westliche und südliche Nachbarländer.
Friedhöfe für Tiere: Grabstein, Urne, Trauerrede
August 5th, 2008Kitzingen/Würzburg (dpa) Ehrengräber, Ökosärge, mit Samt ausgeschlagene Urnen, auf das Tier zugeschnittene Trauerreden - «wir machen alles», sagt Tierbestatter Steffen Pfannes. Der 23-Jährige eröffnet am 8. Juni den Tierfriedhof Frankenland in Bayern.
1000 Gräber passen auf das Gelände. Die ersten Anfragen hat Pfannes bereits vorliegen, denn der Service rund ums tote Haustier ist gefragt wie noch nie. «Die Menschen wollen ihren Liebling nicht dem Tierarzt überlassen», sagt Pfannes und meint damit, dass die Kadaver von dort aus in einer Tierkörperbeseitigungsanlage landen. Gemeinsam mit Schlachtabfällen wird das Haustier geschreddert, erhitzt und getrocknet. Das Tiermehl wird in Heizkraftwerken verpulvert; aus dem Fett der toten Lebewesen wird Seife und Schmieröl hergestellt. Ein Schicksal, das viele Halter ihrem jahrelangen Begleiter ersparen wollen.
Etwa 10 000 Vierbeiner werden nach Angaben des Bundesverbandes für Tierbestatter in Mannheim jährlich nach ihrem Tod begraben, rund 20 000 in Krematorien verbrannt. Die Zahl habe sich in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdreifacht. Mittlerweile gibt es 140 Friedhöfe und 6 Krematorien in Deutschland. Zwar liegen dem Verband keine Umsatzzahlen vor, doch der Trend weist in eine eindeutige Richtung. «Das ist ein richtiger Boom-Markt», sagt eine Verbandssprecherin. «Für viele Menschen ist das Tier ein Kinderersatz.» Entsprechend hoch sei der Aufwand, den Tierhalter für ihre verstorbenen Lieblinge betreiben.
Genau 235 Euro kostet die Beerdigung eines mittelgroßen Hundes auf dem Tierfriedhof Frankenland. Jedes weitere Jahr schlägt mit 60 Euro zu Buche. Fünf Jahre muss ein Hund mindestens liegen, erst dann darf das Grab aufgelöst werden. Wer mehr Geld ausgeben will, für den gibt es fast keine Beschränkung nach oben. Der Friedhof bietet Ehrengrabplätze im Schatten eines großen Baumes an. Außerdem kann das tote Tier auf seiner Kuscheldecke im Pavillon aufgebahrt werden. Dort haben die Trauernden die Möglichkeit, Abschied zu nehmen.
Selbst beim Grabschmuck wartet der Tierbestattungsmarkt mit allerhand Besonderheiten auf: Gravierte Granitgrabsteine, Särge aus Eichenholz, geschmiedete Grablaternen. Nur Kreuze dürfen in Kitzingen nicht mit aufs Grab. Das hat die Stadt verboten. «Kreuze sind christliche Symbole, und Tiere sind nicht christlich», erläutert Pfannes die Behördenauflage.
Der Würzburger Moraltheologe Stephan Ernst unterstützt zwar das Kreuzverbot auf Tiergräbern. Dennoch sei es in gewisser Weise möglich, davon zu sprechen, dass Katzen, Hamster und Meerschweinchen in den Himmel kommen. Es sei Teil des christlichen Glaubens zu hoffen, dass Menschen mit allem, was sie in ihrem Leben geprägt hat, bei Gott bewahrt bleiben, sagt Ernst. Zu den Prägungen gehörten auch Beziehungen zu Tieren. «In diesem Sinne können Tiere in den Himmel kommen.» Einen Priester könne er sich trotzdem nicht zur Aussegnung am Grab von «Hasso» oder «Kitty» vorstellen.
Statt eines Pfarrers dürfen Interessierte in Kitzingen aber Steffen Pfannes ans Grab bestellen. Der Bestatter spricht auf Wunsch tröstende Worte über das Leben des verstorbenen Haustieres. «Ich rede mit den Menschen, die zu mir kommen. Wie war das Tier? Welchen Charakter hatte es?», erzählt er. Ohnehin gehöre das Gespräch mit den Trauernden zu seinen wichtigsten Aufgaben. «Viele Menschen werden belächelt, wenn sie um ein Tier weinen. Aber daran ist nichts falsch.»
Trauerarbeit leisten auch Tierärzte in ihrer Praxis. «Manchmal ist ein Haustier gerade für ältere Menschen der einzige Zugang zur Gesellschaft. Wenn das Tier stirbt, ist das schrecklich», sagt Astrid Behr vom Bundesverband für Tierärzte in Frankfurt. Jeder bräuchte dann seinen persönlichen Ort zum Trauern - das könnten durchaus Tierfriedhöfe sein. Dennoch sieht Behr die zunehmende Vermenschlichung der Vierbeiner kritisch. «Hunde und Katzen werden oft als Familienmitglieder wahrgenommen und nicht mehr als Tiere.»
Bei den Tierkrankenversicherungen der Tierkrankenkasse.net kostenlos dabei: Roland Assistance für Beratung Rund ums Tier, auch im Trauer- bzw. Sterbefall.
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