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Baderegeln» gelten auch für Hunde
Dortmund (dpa/tmn) «Baderegeln» gelten auch für Hunde: Wer einen Vierbeiner ins Meer oder auch in einen See lässt, muss deshalb die Dinge beachten, die auch für ihn selbst wichtig sind - etwa, an heißen Tagen Temperaturschocks zu vermeiden.
«Erstmal geht es nur bis zu den Pfoten ins Wasser, dann bis zu den Ellbogen, und dann spritzt man den Hund ab», rät Udo Kopernik vom Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) in Dortmund. Wer den Hund gleich ins kalte Wasser hüpfen lässt, riskiert Herz-Kreislauf-Probleme.
Wie Menschen dürfen auch Hunde nicht mit vollem Magen ins Wasser - sonst lassen die Kräfte möglicherweise schnell nach. Geht der Halter gemeinsam mit seinem Vierbeiner schwimmen, sollte er ihn gut im Auge behalten. «Wenn man nicht gerade ein extremer Schwimmer ist, hat ein gesunder Hund kein Problem damit, hinterherzukommen», sagt Kopernik. Aber möglicherweise stellt sich beim anstrengenden Schwimmen heraus, dass dem Vierbeiner doch etwas Kondition fehlt.
«Grundsätzlich kann jeder Hund von der Naturanlage her schwimmen - die entscheidende Frage ist, wie es mit der Wasserpassion aussieht», sagt Udo Kopernik. Sie ist am größten bei Vertretern von Rassen, bei deren Zucht ursprünglich ganz besonders auf diese Fähigkeit geachtet wurde. Das gilt besonders für Jagd- oder Apportierhunde vom Golden Retriever und dem Labrador über den Dackel bis zum Pudel. Dagegen hat das Schwimmen bei Hütehunden oder Gesellschaftshunden wie Pekinesen nie eine Rolle gespielt.
Halter, die mit ihren Vierbeinern im Meer schwimmen, müssen auch darauf achten, dass diese kein Salzwasser trinken. Die Verlockung, das zu tun, ist nach Worten des Experten dann am geringsten, wenn es kurz vor der Schwimmrunde frisches Wasser gegeben hat - und wenn für hinterher welches bereitsteht.
Zurück an Land, muss auch ein Hund vor Sonnenbrand geschützt werden. Daher ist nicht nur ein schattiges Plätzchen wichtig, das Tier gehört auch gut abgetrocknet. «Gerade bei nasser Behaarung ist einiges an Haut sichtbar», erklärt Kopernik - und die kann sich auch ein Hund verbrennen. Wieder zu Hause oder in der Ferienwohnung, kommt der Vierbeiner am besten unter die Dusche. Denn Salzreste greifen das Fell und die Haut an.