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Hunde vor Rückreise vor Zecken befreien
Urlauber, die ihren Hund in Mittelmeerländer mitnehmen, sollten diesen vorab vor Zecken schützen und ihn nach der Reise von den kleinen Spinnentieren befreien. Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen soll verhindert werden, dass Zecken, die mit den Erregern des Mittelmeer-Zeckenstichfiebers infiziert sind, nach Deutschland eingeschleppt werden. „Die Braune Hundezecke ist Hauptüberträger dieser Erkrankung und könnte bei entsprechenden Klimaveränderungen auch in Deutschland heimisch werden", warnt Prof. Thomas Löscher vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI).
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Warnzeichen: Hohes Fieber und Hautausschlag
Das Zeckenstichfieber kommt in Ländern des Mittelmeerraumes vor, also in Südeuropa, aber auch in Afrika, im mittleren Osten und bis nach Indien und in Regionen des Schwarzen und Kaspischen Meeres. Die Erkrankung wird durch das Bakterium Rickettsia conorii hervorgerufen. Obwohl Rickettsien prinzipiell auch in den in Deutschland heimischen Zeckenarten vorkommen könnten, ist speziell Rickettsia conorii hierzulande bislang nicht nachgewiesen worden. Erste Krankheitszeichen erscheinen 5 bis 7 Tage nach dem Zeckenstich. Es kommt zu hohem Fieber und heftigen Kopfschmerzen, häufig tritt ein fleckiger Ausschlag am ganzen Körper auf. An der Stelle des Zeckenstichs fällt oft ein schwärzlicher Schorf auf. Die Erkrankung verläuft bei den meisten Patienten gutartig, es kann jedoch in manchen Fällen zu schweren Komplikationen kommen. Unbehandelt sterben 1-2% der Erkrankten. Eine frühzeitige antibiotische Behandlung kann den Verlauf verkürzen und die Komplikationsrate senken.
Die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus), der Hauptüberträger des Mittelmeer-Zeckenstichfiebers, tritt nördlich der Alpen bislang nur im Sommer im Freien auf. Sie wird vor allem aus Südeuropa durch auf Urlaubsreisen mitgeführte Hunde regelmäßig eingeschleppt. Unter besonderen mikroklimatischen Bedingungen kann sie auch in Mitteleuropa ganzjährig zu finden sein: So können sich die Parasiten in Wohnungen, beheizten Zwingern und Tierheimen ganzjährig halten. Aufgrund ihres kurzen Entwicklungszyklus kann es bei günstigen Bedingungen sogar zu einem Massenbefall kommen.
Zeckenstichfieber künftig auch in Deutschland?
„Da sowohl die importierten Zecken als auch die in den Urlaub mitgenommenen Hunde die krankmachenden Bakterien tragen können, müssen wir in Zukunft auch in Deutschland mit Fällen von Mittelmeer-Zeckenstichfieber rechnen", befürchtet Prof. Löscher. Der Infektions- und Tropenmediziner rät Reisenden in die betroffenen Gebiete deshalb, ihre Hunde vor Zeckenbefall durch geeignete Mittel wie Pyrethroide - zum Auftragen auf das Fell oder als imprägnierte Halsbänder - zu schützen. Zudem sollte man Hunde bei der Rückkehr sorgfältig nach Zecken absuchen und diese sofort und möglichst vollständig entfernen, bevor sie abfallen und sich vor Ort vermehren können.
Noch sicherer ist es, den eigenen Hund von vornherein nicht in den Urlaub mitzunehmen. „Besonders kritisch ist aber das Mitbringen von Streunerhunden aus den Mittelmeerländern, da diese neben häufigem Zeckenbefall nicht selten auch mit anderen für den Menschen gefährlichen Erregern infiziert sind", so Prof. Löscher.